11. Januar 2017 || 10:38 Uhr

Erwin Pröll – Landeshauptmann von Niederösterreich

Es ist schon erschreckend, wie die Politiker in der Staatssimulation „Republik Österreich“ agieren: Dieser Tage publizieren die Kollegen des „FALTER“ einen Artikel, in dem die Privatstiftung des – noch – amtierenden Landeshauptmannes Dr. Erwin Kröll einmal genauer beleuchtet wird.

Wir erlauben uns heute hier ein paar Auszüge von Wikipedia darzustellen, die weitestgehend den Inhalt bezüglich der Privatstiftung dieses Herren widerspiegeln. Wir stehen Wikipedia zwar kritisch gegenüber, da wir die Feststellung gemacht haben, dass dieses Nachschlagewerk sehr stark manipulatorische Züge in sich trägt. Aber nichtsdestotrotz werden wir diese Textauszüge den Leserinnen und Leser zur Lektüre anheim legen:

Erwin Pröll-Privatstiftung:

Mit 150.000 €, die dem Politiker 2006 zu seinem 60. Geburtstag von nicht namentlich bekannten Spendern zuflossen, richtete er eine wohltätige Privatstiftung ein. Als Stiftungsvorstand fungiert neben zwei weiteren der Stifter selbst, angesiedelt ist sie an seiner Büroadresse. Zusätzlich wurden in den folgenden Jahren der Stiftung von der ÖVP-dominierten Regierung des Landes Niederösterreich unter den zuständigen Finanzreferenten Wolfgang Sobotka und Johanna Mikl-Leitner jährlich 150.000 zuerkannt, so dass das Stiftungsvermögen derzeit (Januar 2017) 1,3 Millionen Euro beträgt. Bislang wurde ausschließlich 100.000 € im Sinne der Satzung verwendet. Mit den weiteren Beträgen soll eine „Akademie für den ländlichen Raum, in der jungen Menschen die Werte des ländlichen Raums vermittelt“ gegründet werden. Die Förderungen in der Höhe von insgesamt 1,3 Millionen Euro wurde von der Landesregierung einstimmig beschlossen und das ohne Wissen der Opposition und des Landesrechnungshofes. Die letzte Subvention wurde Ende Dezember 2016 bewilligt. Anfragen nach Empfängern der Subvention oder nach Förderverträgen seien „aus Datenschutzgründen“ nicht beantwortet worden. Kritisiert wurde vom Falter, der das aufdeckte, vom Standard und der Presse, dass es, abgesehen vom Verweis auf einen Stiftungsprüfer, der die Rechtmäßigkeit des Gebahrens bestätige, keinerlei Transparenz über die Verwendung von Steuergeld gebe. Auch wurde hinterfragt, wieso das Land das Geld nicht selbst für wohltätige Zwecke vergeben könne.“

„Kritik

Ein Hauptkritikpunkt an Prölls Umgang mit Kritik ist die angebliche Vereinnahmung der Medien, besonders des ORF Niederösterreich und der Niederösterreichischen Nachrichten; kritische Berichte würden mit Androhung des Anzeigenentzugs befreundeter Wirtschaftsunternehmen beantwortet. Peter Rabl schrieb in der österreichischen Tageszeitung Kurier: „Pröll hat das Land mit starker, gelegentlich brutaler Hand, aber mit großer persönlicher Offenheit und Breite sehr erfolgreich geführt. Bezeichnenderweise fallen den Wahlkämpfern der anderen Parteien kaum sachliche Vorwürfe gegen die bisherige Landespolitik ein.“ Pröll wurde in der Wiener Zeitung als „traditioneller Machtpolitiker“ beschrieben, den „eine fast legendäre Jovialität“ umgebe, die „jedoch oft nur bis zur ersten kritischen Frage“ andauere, weswegen es Journalisten „nicht immer leicht mit Erwin Pröll“ hätten. Gerald John vom Standard fasste es so zusammen: „Wer, vom Pfarrer bis zum Journalisten, zur falschen Zeit aufmuckt, wird mitunter zusammengestaucht. Widerspruch ist in Prölls politischem Mikrokosmos nicht vorgesehen.“ Eric Frey vom Standard schreibt zu Pröll: „Pröll macht mir Angst. Er ist ein charismatischer, aber willkürlicher, autoritärer und nachtragender Machtmensch, der glaubt, dass sein Wille Gesetz ist. Eine echte Opposition hat er keine, kritische Landesmedien auch nicht.“ 

Es ist ja nichts Neues, dass unliebsame Kommentare, die einer PERSON zuwider sind, einfach mundtot gemacht werden. Und was durchaus auch vorkommt – sie werden ganz einfach und mehr oder weniger elegant ins Jenseits befördert. Aber auch hier sind die Vertuschungswerker immer äußerst kreativ, nie lässt sich irgend etwas nachweisen… (sic!) Man denke nur an das Thema „Noricum“ von Voest im letzten Jahrhundert. Eine Schande ohnegleichen. Die Liste der kriminellen Machenschaften ist gigantisch, damit ließen sich hochspannende Lektüren schreiben.

Wenn man so etwas liest, dann eröffnet sich dem Leser schon leichte Züge von diktatorischem Gehabe. Und was noch viel mehr erschreckt ist das, was in Österreich abgeht: Vertuschung, Korruption (welch ein hartes Wort  – es wird nur in anderer Form ausgeführt…), Freunderlwirtschaft mit deutlich ins inzestuös gehendes Geschachere.

Wenn man sich das einmal vor Augen führt, dann wird einem schlecht, was die Pseudo-Politiker allesamt für einen Dreck am Stecken haben. Sie sind für das Volk kein Vorbild, eigentlich sind sie nichts weiter als Abschaum, der da die „Verantwortung“ übertragen bekommen hat. Aber: Das sei der Fairness halber diesen Personen zugestanden – sie haben auch Gutes für das Land getan. Das wiegt jedoch ihre Verfehlungen in keiner Weise auf.

Und wenn man sich ansieht, in welchen Institutionen Herr Pröll Mitglied ist, dann bleibt dem Betrachter eigentlich nichts anderes übrig als zu konstatieren: Das ist die Mafia in Reinkultur.

Was da in der sogenannten Republik Österreich an Vertuschungen blüht, da überkommt den Mensch eine Abscheu vor so viel Niedertracht.

Österreich genießt auf der Welt ein so positives Image, es hat so viel Kultur zu bieten und eine facettenreiche Geschichte, ist mit landschaftlichen Gegebenheiten gesegnet, die einmalig auf der Welt sind – und dann so eine Erbärmlichkeit der Politikerkaste: Da kommt einem das Grausen…

Erwin Pröll ist hier nur ein Beispiel von unzähligen weiteren, und was da alles an Schmutz und Dreck unter den Teppich gekehrt wird, das ist erschütternd.

Die narzisstische Geld- und Machtgeilheit, sie ist Gott-sei-Dank in Bälde vorüber! Denn jetzt bestimmen wir vom Staatenbund Österreich unsere Regeln.

 

red

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9 Kommentare

  • walter aus dem hause winddörfer says:

    Warum werden alle diese „Mafiosis“ nicht aus dem Verkehr gezogen und vor ein Gericht gestellt?

    • chriswallner says:

      Noch sitzen sie fest im Sattel, die Frage ist, wie lange sich diese korrupte lügnerische Bandenoch halten kann ..
      Es wird davon abhängen, wie viele Menschen aufwachen und sich das nicht mehr gefallen lassen …
      und : Es werden täglich mehr …. denn steter Tropfen hählt den Stein !

    • Boris Michael Sauper says:

      Weil es kein Gericht gibt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • Reinhard says:

      Die NÖ Mafia vor Gericht zerren? Auch wenn die Polizei noch so gut ermittelt, für die Staatsanwaltschaft in St. Pölten ist die Suppe dann für eine Anklage immer zu dünn.
      Der Fall der Hypo NÖ wird seit Jahren von der Justiz wie eine heiße Kartoffel von der linken in die rechte Hand und wieder zurück geschubst.

      Darum auch die Frage: „Warum ist Sobotka überhaupt Innenminister?“
      In Salzburg gabs für die Spekulationsverluste Haftstrafen, in NÖ wird man nach oben befördert.

  • barbara :spitaler says:

    Zeit ist reif!!! Sie bekommen ihr Strafe…alle!!!!

  • mathias der pannonier says:

    15. Januar 2017 um 9:37

    Exzellent beschrieben – nur solang das Volk nicht weiß, wer der Chef im Hause Österreich ist, wird´s noch dauern und SOBOTKAs und BRANDSTETTERs werden alles und alle – Richter, Staats- und Rechtsanwälte, Reichspsychologen und Reichspsychiater wie den REINHARD HALLERs und die gender-trainierte ULRIKE SCHIESSERs und Geheimdienst und Polizei in Bewegung daran setzen, daß die GeldPRÖLLers* weiter im Sattel bleiben können. „Wien ist anders“ – dort wackeln(t) schon die Wä(e)nde : des VolkesVermögen PRÖLLender Freund, der weinselige MICHL HÄUPL, schwankt wie nach einer 3-Doppler-Kur . . . Vorerst ließ er nur die Wirtschafts- und Parteikoryphäe WEH-SELY zu SIEMENS entsorgen – SIEMENS, ein wichtiger Partner der Gemeinde Wien – ihn lassen´s halt noch währen . . .

    *PRÖLL dürfte offensichtlich von PROLL ent-stammen : https://bar.wikipedia.org/wiki/P%C3%BClcher – ein Schelm, wer dabei Sauschäd´l denkt 😉 Wobei – man braucht nur an GEORGE ORWELLs „Farm der Tiere“ denken und schon stolpert sogleich man ins „1984“ und landet bei „Sonnenfinsternis“ von ARTUR KÖSTLER . . .

    Heißer Tip : PROFIL-Bericht vom 4. Jänner

  • hannes says:

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk. Dann gnade Euch Gott!“
    Zitate und Aphorismen – http://gutezitate.com

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